Immobilie verkaufen ohne Makler – oder doch mit? Der ehrliche Vergleich
Ohne Makler verkaufen spart die Provision – das ist verlockend. Doch ob Sie damit wirklich Geld sparen, hängt davon ab, ob Sie Preis, Unterlagen und Käuferprüfung selbst sicher im Griff haben. Dieser Ratgeber vergleicht 2026 ehrlich beide Wege, zeigt die typischen Fehler des Privatverkaufs – und warum der erste Schritt in beiden Fällen derselbe ist.
Das übernehmen Sie beim Privatverkauf selbst
Ein Verkauf ohne Makler ist erlaubt und machbar – aber er ist Arbeit. Auf Sie entfallen:
- Wertermittlung und Festlegung des Angebotspreises
- Beschaffung aller Unterlagen (Grundbuch, Flurkarte, Grundrisse, Energieausweis)
- Exposé mit guten Fotos und Veröffentlichung auf den Portalen
- Anfragen beantworten, Besichtigungen organisieren und durchführen
- Bonität der Interessenten prüfen, verhandeln
- Notartermin vorbereiten und begleiten
Der Notar wird übrigens immer hinzugezogen – mit oder ohne Makler.
Die drei teuersten Fehler des Privatverkaufs
1. Der falsche Preis. Viele orientieren sich an den Angebotspreisen ähnlicher Inserate – nicht an tatsächlich erzielten Verkaufspreisen. Ein zu hoher Start bedeutet lange Standzeit und am Ende einen Verkauf unter Wert.
2. Unvollständige Unterlagen. Fehlt ein Dokument, kann die Bank des Käufers nicht finanzieren – der Termin verschiebt sich um Wochen.
3. Käufer ohne gesicherte Finanzierung. Wer die Bonität nicht prüft, erlebt geplatzte Notartermine und beginnt von vorn.
Was ein Makler kostet – und einbringt
Die Provision ist erfolgsabhängig und wird beim Verkauf von Wohnimmobilien in vielen Bundesländern zwischen Käufer und Verkäufer geteilt – Sie zahlen also nur im Erfolgsfall. Dafür übernimmt der Makler Bewertung, Vermarktung mit Reichweite, Käuferprüfung, Verhandlung und Abwicklung und bringt oft schon vorgemerkte, finanzierungsbestätigte Interessenten mit. Wie sich die Provision genau zusammensetzt, lesen Sie im Ratgeber Maklerprovision beim Immobilienverkauf.
Der Rechen-Test: Provision vs. erzielter Preis
Entscheidend ist nicht, ob Provision anfällt, sondern was unterm Strich auf Ihrem Konto landet. Ein Profi erzielt durch richtige Preisstrategie, größere Reichweite und Verhandlungsgeschick häufig einen höheren Verkaufspreis – und verhindert geplatzte Verkäufe. Liegt dieser Mehrerlös über dem Provisionsanteil, haben Sie mit Makler netto mehr in der Hand, bei deutlich weniger Aufwand und Risiko. Genau deshalb lohnt sich vor der Entscheidung der nüchterne Blick auf den realen Marktwert.
So oder so: mit dem richtigen Wert starten
Ob Sie am Ende selbst verkaufen oder einen Profi beauftragen – der erste Schritt ist identisch: den realen Marktwert kennen. Eine kostenlose, unverbindliche Wertermittlung gibt Ihnen eine datenbasierte Orientierung, verpflichtet zu nichts und schützt vor dem teuersten Fehler, dem falschen Preis. Auf dieser Grundlage entscheiden Sie in Ruhe. Den kompletten Verkaufsablauf finden Sie im Ratgeber Hausverkauf: Ablauf in 8 Schritten. Diese Hinweise sind eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.
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Der wichtigste Schritt – ob mit oder ohne Makler. Ermitteln Sie in 60 Sekunden kostenlos und unverbindlich den aktuellen Marktwert und entscheiden Sie dann auf solider Basis.
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Häufige Fragen
Darf ich meine Immobilie ohne Makler privat verkaufen?
Ja. Es gibt keine Pflicht, einen Makler zu beauftragen – Sie dürfen Ihre Immobilie selbst inserieren, Besichtigungen durchführen und mit Käufern verhandeln. Der Kaufvertrag muss in jedem Fall notariell beurkundet werden; den Notar zieht man immer hinzu, mit oder ohne Makler. Der Privatverkauf spart die Provision, verlagert aber die gesamte Arbeit und das Risiko auf Sie.
Was muss ich beim Privatverkauf alles selbst machen?
Wertermittlung, Beschaffung aller Unterlagen (Grundbuchauszug, Flurkarte, Grundrisse, Energieausweis), Erstellung eines aussagekräftigen Exposés mit guten Fotos, Veröffentlichung auf den Portalen, Beantwortung der Anfragen, Organisation und Durchführung der Besichtigungen, Bonitätsprüfung der Interessenten, Preisverhandlung sowie die Vorbereitung und Begleitung des Notartermins. Das ist machbar, kostet aber Zeit und Sorgfalt.
Spare ich durch den Verkauf ohne Makler wirklich Geld?
Nicht automatisch. Sie sparen die Provision, riskieren aber drei teure Fehler: einen falschen Preis (zu hoch = lange Standzeit und Preisverfall; zu niedrig = verschenktes Geld), unvollständige Unterlagen (Verzögerung der Finanzierung) und Käufer ohne gesicherte Finanzierung (geplatzte Notartermine). Schon ein um wenige Prozent zu niedriger Verkaufspreis kostet oft mehr als die gesamte Provision.
Was kostet ein Makler – und was bringt er?
Die Maklerprovision ist erfolgsabhängig und wird in vielen Bundesländern beim Verkauf von Wohnimmobilien zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Im Gegenzug übernimmt der Makler Wertermittlung, Vermarktung mit Reichweite, Käuferprüfung, Verhandlung und Abwicklung – und bringt häufig vorgemerkte, finanzierungsbestätigte Interessenten mit. Ein höherer erzielter Preis und ein nicht geplatzter Verkauf gleichen die Provision oft mehr als aus.
Was ist der häufigste Fehler beim Verkauf ohne Makler?
Der falsche Angebotspreis. Privatverkäufer schätzen den Wert oft aus dem Bauch oder anhand von Angebotspreisen ähnlicher Inserate – nicht anhand tatsächlich erzielter Verkaufspreise. Ein zu hoher Start führt zu langer Standzeit, und ein „Ladenhüter“ wird am Ende unter Wert verkauft. Eine fundierte, neutrale Wertermittlung verhindert genau das – unabhängig davon, ob Sie selbst oder mit Makler verkaufen.
Lohnt sich eine kostenlose Bewertung auch, wenn ich privat verkaufen will?
Ja – sie ist der sinnvollste erste Schritt in beiden Fällen. Sie liefert eine datenbasierte Orientierung für den richtigen Angebotspreis, ist kostenlos und unverbindlich und verpflichtet Sie zu nichts. Auf dieser Basis entscheiden Sie in Ruhe, ob Sie selbst verkaufen oder doch einen Profi hinzuziehen.
