Ratgeber

Was verdient ein Immobilienmakler? Provision & Einkommen 2026

„Was verdient man eigentlich als Makler?“ – die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Das Einkommen hängt von Abschlüssen, Region, Objektpreisen und dem Provisionsmodell ab. Dieser Ratgeber erklärt, wie die Maklerprovision funktioniert, und rechnet ein konkretes Beispiel durch.

Wie Makler bezahlt werden: die Provision

Immobilienmakler verdienen in der Regel über die Maklerprovision (auch Courtage). Sie wird als Prozentsatz des Kaufpreises berechnet und nur im Erfolgsfall fällig – also dann, wenn ein Kaufvertrag zustande kommt. Üblich sind regional rund 5 % bis 7 % des Kaufpreises inklusive Umsatzsteuer, in einzelnen Regionen auch etwas mehr oder weniger.

Innenprovision, Außenprovision und der Halbteilungsgrundsatz

Man unterscheidet zwischen der Innenprovision (der Verkäufer beauftragt und zahlt den Makler) und der Außenprovision (vom Käufer getragen). Seit der Gesetzesänderung vom 23. Dezember 2020 gilt beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher der Halbteilungsgrundsatz nach § 656c BGB: Wird der Makler von beiden Seiten oder im Ergebnis für beide tätig, teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision hälftig. Der Käufer muss höchstens so viel zahlen wie der Verkäufer (§ 656d BGB).

Praktisch heißt das: Aus einer Gesamtprovision von z. B. 7,14 % inkl. USt. werden je 3,57 % für Käufer und Verkäufer. Diese Erläuterungen sind eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.

Beispielrechnung: 400.000-€-Objekt

Nehmen wir ein Einfamilienhaus mit einem Kaufpreis von 400.000 € und eine Gesamtprovision von 7,14 % inkl. USt.:

  • Gesamtprovision: 7,14 % von 400.000 € = 28.560 € (brutto).
  • Hälftige Teilung: je 14.280 € für Käufer und Verkäufer.
  • Davon geht die Umsatzsteuer ans Finanzamt; netto bleiben rund 24.000 € für den Maklerbetrieb.

Wie viel davon beim einzelnen Makler ankommt, hängt vom Provisionsmodell ab. In einem Büro mit Angestellten teilt sich der Betrag auf mehrere Beteiligte und Fixkosten auf. In modernen Partnermodellen erhält der vermittelnde Makler einen festen, hohen Provisionsanteil – bei IMFINITY z. B. bis zu 4,5 % des Kaufpreises pro Abschluss.

Bis zu 4,5 % Provisionsanteil pro Abschluss — als IMFINITY Partner-Makler.

Selbstständig vs. angestellt

Angestellte Makler haben meist ein Grundgehalt plus Provisionsbeteiligung – das ist planbar, aber nach oben begrenzt. Selbstständige Makler behalten einen weit höheren Anteil der Provision, tragen jedoch alle Kosten (Marketing, Leads, Tools, Versicherung) und das Risiko, dass in manchen Monaten kein Abschluss zustande kommt. Das Einkommen ist daher keine feste Zahl, sondern schwankt mit der Auftragslage.

Was den Verdienst wirklich beeinflusst

  • Anzahl der Abschlüsse: der größte Hebel – mehr Abschlüsse, mehr Einkommen.
  • Objektpreise: teure Objekte bringen bei gleichem Prozentsatz mehr Provision.
  • Region: Marktdynamik und ortsübliche Provisionssätze unterscheiden sich.
  • Provisionsmodell: welcher Anteil beim Makler bleibt.
  • Lead-Zufluss & Tools: wer Leads und ein CRM hat, schließt mehr ab.
  • Auszahlungsgeschwindigkeit: schnelle Auszahlung verbessert die Liquidität.

Wer noch ganz am Anfang steht, findet die Grundlagen im Ratgeber Immobilienmakler werden. Verkäufer, die wissen wollen, wer die Provision zahlt, lesen Maklerprovision beim Immobilienverkauf.

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Häufige Fragen

Wie viel Provision bekommt ein Immobilienmakler?

Die Maklerprovision beim Immobilienverkauf liegt regional meist zwischen rund 5 % und 7 % des Kaufpreises (inkl. USt.) und wird seit Dezember 2020 in vielen Fällen hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt (§ 656c BGB). Pro Partei bleiben damit oft etwa 2,5 % bis 3,57 %.

Verdient ein selbstständiger Makler mehr als ein angestellter?

In der Spitze ja. Selbstständige behalten einen höheren Anteil der Provision, tragen aber das volle Risiko und alle Kosten. Angestellte haben ein planbares Gehalt, oft mit Provisionsanteil, dafür eine niedrigere Verdienstobergrenze. Das tatsächliche Einkommen hängt stark von den Abschlüssen ab.

Was verdient ein Makler an einem 400.000-€-Objekt?

Bei einer Gesamtprovision von z. B. 7,14 % inkl. USt. und hälftiger Teilung entfallen rund 14.280 € auf jede Seite (brutto). Wie viel davon beim einzelnen Makler ankommt, hängt vom Provisionsmodell ab – bei IMFINITY sind es bis zu 4,5 % Provisionsanteil pro Abschluss.

Bekommt ein Makler ein festes Gehalt?

Selbstständige Makler werden rein über Provision bezahlt – ohne Abschluss kein Einkommen. Angestellte erhalten in der Regel ein Grundgehalt plus erfolgsabhängige Provision. Das Einkommen schwankt daher von Monat zu Monat.

Wann wird die Provision ausgezahlt?

Klassisch wird die Provision erst nach Abschluss und Zahlungseingang fällig – das kann Wochen bis Monate dauern. Bei IMFINITY werden 80 % des Provisionsanteils bereits 1–3 Werktage nach dem Notartermin ausgezahlt.